Architekturbüro Fuchs

Vom Carport bis zur exklusiven Wohnanlage

Herborn. Kindergärten und exklusive Villen, Gewerbebauten und ansprechend sanierte Mehrfamilienhäuser: Über 500 solcher Projekte in unterschiedlichster Größenordnung hat Hans-Günther Fuchs gemeinsam mit seinem Team (acht Mitarbeiter) in 25 Jahren schon geplant. „Wir decken alles ab, vom Carport bis zur Wohnanlage und achten darauf, dass jedes Projekt eine ganz individuelle Note bekommt“, sagt der begeisterte Architekt.

1990 machte er sich selbstständig und gründete sein eigenes Büro. „Wie so viele, ganz klassisch in einem Büroraum im Keller“, erzählt Fuchs. Dank der guten Resonanz konnte er schon bald die ersten Mitarbeiter einstellen und zog mit ihnen 1993 in ein großes Büro im Industriegebiet. „Seitdem haben wir die tollsten Projekte realisiert“, erläutert Fuchs und erzählt von lichtdurchfluteten Bürogebäuden, dem Umbau einer alten Fachwerk-Scheune zu einer Begegnungsstätte mit Theater und einem Kindergarten, in dessen Innern sich die Kleinen nun über eine kleine Bühne unter einer Glaskuppel, einen Mini-Parcour für ihre Wettrennen auf dem Bobby-Car und vieles mehr freuen können.

Das Büro hat sich darauf spezialisiert, die Projekte komplett zu betreuen, von der ersten Idee eines Bauherrn über Ausschreibungen und Auftragsvergabe bis zur bezugsfertigen Ausführung inklusive Bauleitung. Auf Wunsch übernimmt das Büro auch die Dokumentation und Objektbetreuung für die Dauer der Gewährleitungsfrist aller Arbeiten. Im Fachjargon sind das alles die Leistungsphasen 1 bis 9 in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI).

„Die meisten denken bei der Leistung von Architekten an das Äußere eines Hauses, dabei braucht ein Gebäude immer ein Gesamtkonzept, dass erst durch eine ausgefeilte Innenplanung inklusive Raumaufteilung, Energieversorgung, Licht, Material, Farben, Außenanlage und vielem mehr wirklich rund wird“, erläutert Alexandra Bube. Die Architektin und Diplom-Ingenieurin startete ihre berufliche Laufbahn vor über 20 Jahren bei Fuchs als Bauzeichnerin.  Mit ihrem Knowhow sorgt sie dafür, dass alles wie in ihren Plänen vorgegeben auch ausgeführt wird. „In einem guten Leistungsverzeichnis steht alles drin, von der Höhe eines Fenstersturzes im Dachgeschoss bis zum Lichtschalter in einer Tiefgarage, deshalb braucht man beim Erstellen ungeheuer viel Fachwissen und damit lässt sich jeder Handwerker überzeugen.“

Das Büro arbeitet am liebsten mit Unternehmen aus der Region zusammen. „Man kennt sich, jeder gibt sich besondere Mühe, auftretende Probleme gemeinsam zu lösen, denn schließlich hat jeder großes Interesse an seinem guten Ruf und natürlich auch an Folgeaufträgen“, erklärt die Architektin.

Schon im Vorfeld eines Projektes werden so viele Infos wie möglich eingesammelt, um ein Gespür dafür zu bekommen, was der Auftraggeber möchte, was er braucht und was auf der vorgesehenen Fläche möglich ist. Nicht zuletzt auch im Rahmen der Bauleitplanung, die für das Grundstück gilt. Meist wissen Fuchs und sein Team recht schnell, was da geht und was nicht und ob die Ideen des Kunden auch zu seinen finanziellen Vorstellungen passen. Papier und Stifte sind stets zur Hand, um einer Idee Gestalt zu verleihen. Die Ausarbeitung erfolgt dann am PC und wird dem Kunden in 3D präsentiert.

An viele gesetzliche Auflagen, die die Kosten in die Höhe treiben können, unter anderem zu Brandschutz, Wärme-oder Schalldämmung, denken nach den Erfahrungen von Fuchs und seinem Team die Wenigsten. Dreht sich beim Bau eines Kindergartens alles um die Betreuung der Kleinsten unter drei Jahren, muss auch an Wickelmöglichkeiten, Abstellflächen für Kinderwagen oder einen Platz zum Wärmen von Fläschchen gedacht werden. Geht es dagegen um ein Mehrgenerationen-Haus oder betreutes Wohnen für ältere Menschen, ist Barrierefreiheit in allen Räumen ein absolutes Muss. Die Einrichtung von Spiel- und Freizeitflächen wie Gemeinschaftsraum mit separater Küche, Terrassen, Teich, Bocciabahn oder Outdoor-Schach wird dagegen zur willkommenen Kür. „Das feine Zusammenspiel von Pflicht und Kür entscheidet am Schluss darüber, ob sich Menschen in der von uns geplanten und gebauten Anlage wohl fühlen“, betont Fuchs.

Erst vor kurzem hat das Büro im Zentrum von Herborn in Zusammenarbeit mit einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft eine Wohnanlage mit 59 Einheiten fertig gestellt, in der sogar Tiefgaragenplätze für elektrisch betriebene Mietfahrzeuge vorgesehen sind.

Vor ein paar Jahren kam ein Investor zu Fuchs mit der Idee, ein Kaufhaus in der Herborner Innenstadt zu einem  Einkaufszentrum zu erweitern. Inzwischen ist das Projekt realisiert inklusive Penthouse-Ebene auf dem Dach des großen Gebäudes für Arztpraxen  und ein neues Architekturbüro für Hans-Günther Fuchs. Hier hat er seinen eigenen Traum von Wohnen und Arbeiten realisiert mit einem phantastischen Blick über die Altstadt von Herborn – pünktlich zum 25 jährigen Jubiläum seines Betriebs.  -  Hans-Günther Fuchs: „Hier bin ich jetzt angekommen.“